Ausstellungsplakat © Museum Ulm, Quelle: Museum Ulm
Ausstellungen Bildergalerie

Dienstag 09.08.2022

11:00 - 17:00 Uhr

Museum Ulm

Marktplatz 9

89073 Ulm

Ausstellung "Barock in Ulm!"

Im 17. Jh. brachte Ulm Kunst von höchster Qualität hervor: David Heschler (1611-1667) und sein Schüler Johann Ulrich Hurdter (1631/21-1717) schufen als Bildschnitzer meisterliche Werke; ihre Spezialität waren virtuose kleinformatige Skulpturen aus Elfenbein oder Holz. Neben religiösen Themen bedienten sie den Zeitgeschmack mit allegorisch-sinnbildlichen oder mythologischen Darstellungen. Zu Lebzeiten waren David Heschler und Johann Ulrich Hurdter gefragte Künstler; heute sind sie selbst in Ulm weitgehend unbekannt.
Der 1611 geborene Heschler und der eine Generation jüngere Hurdter – gemeinsam umspannt ihr Leben fast das gesamte 17. Jahrhundert. Für Ulm war es eine Zeit der Extreme: Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen waren auch hier spürbar. Das kulturelle Leben, das Interesse an Wissenschaft und Technik oder die Neugier auf ferne Länder gingen jedoch ungebrochen weiter und brachten eine neue Blütezeit.
1619 lockte der Ulmer Kometenstreit Theologen und Naturwissenschaftler, darunter den jungen René Descartes, zum gelehrten Disput nach Ulm. 1627 ließ der berühmte Astronom Johannes Kepler in Ulm eine seiner wichtigsten Schriften drucken und revidierte nebenbei das Eichsystem der Stadt. Joseph Furttembach leistete wichtige Beiträge zur Architektur- und zur Ingenieurkunst; sein Ulmer Haus war eine Sehenswürdigkeit – genau wie die Sammlung des Kaufmanns Christoph Weickmann mit ihren faszinierenden Schaustücken aus fernen Ländern und Kontinenten, oder die Elefantendame "Hansken", die 1651 mit ihrem Besitzer in Ulm Station machte.
Leihgaben des Rijksmuseums Amsterdam, des Kunsthistorischen Museums Wien, der Königlich-Dänischen Sammlung und zahlreicher anderer Museen ermöglichen die Neuentdeckung eines in Vergessenheit geratenen Kapitels der Ulmer Kunstgeschichte: die Meisterwerke von David Heschler und Johann Ulrich Hurdter!
Exponate aus Stadt-, Geistes-, Kultur- und Technikgeschichte ergänzen das Bild eines der spannendsten Jahrhunderte Ulms.

Laufzeit: 7. Mai bis 25. September 2022
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-17 Uhr, Wochenende und Feiertag 11-18 Uhr
Eintritt: 8 Euro/6 Euro ermäßigt

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Veranstaltungsort Veranstalter

Museum Ulm

Marktplatz 9
89073 Ulm

Homepage

Telefon: (0731) 161-4330

Telefax: (0731) 161-1626

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